Nach Vergewaltigungsvorwürfen: Elite-Uni verbietet Partys

- Cornell stoppt sämtliche sozialen Veranstaltungen von Studentenverbindungen bis Mitte 2027.
- Hintergrund ist der Vorwurf einer ehemaligen Studentin, im Oktober 2024 von mehreren Männern vergewaltigt worden zu sein.
- Die Generalstaatsanwältin Letitia James untersucht den Fall, strafrechtliche Folgen gab es bisher keine.
Als Reaktion auf die Vergewaltigungsvorwürfe an der US-Eliteuniversität Cornell hat die Hochschule unter anderem sämtliche Partys und andere soziale Veranstaltungen von Studentenverbindungen für den Rest des noch bis Mitte 2027 laufenden akademischen Jahres verboten. Das solle dabei helfen zu untersuchen, «wie und ob» diese Einrichtungen an der Universität auf sichere Art und Weise weiter existieren könnten, schrieb Universitätspräsident Michael Kotlikoff in einem offenen Brief.
«Es tut mir zutiefst leid, welches Leid das Opfer im Jahr 2024 erfahren hat, und ich bin entsetzt darüber, dass es innerhalb unserer Cornell-Gemeinschaft zu diesem Akt sexueller Gewalt gekommen ist», zitiert ABC News 4. «Es ist offensichtlich, dass Frauen auf unserem Campus weiterhin Zweifel daran haben, ob sie sicher sind. Wir müssen dieser Situation begegnen, indem wir anerkennen, wo wir versagt haben, und konkrete Massnahmen ergreifen.»
Das ist passiert
«Die Zeit für bedeutende und dauerhafte Veränderungen an Cornell und an Hochschulen im ganzen Land ist jetzt», sagte Kotlikoff. Dazu gehört auch, dass mehr Personal eingestellt werden soll, um von sexuellen Übergriffen betroffene Menschen besser zu unterstützen – beispielsweise wenn sie Anzeige erstatten wollten.
Im Zentrum des Falls steht der Vorwurf einer ehemaligen Studentin, im Oktober 2024 im Haus einer Studentenverbindung von mehreren Männern vergewaltigt worden zu sein. Strafrechtliche Konsequenzen gab es zunächst nicht. Nach einer neuen Zivilklage und wachsender öffentlicher Kritik wird der Fall inzwischen von New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James untersucht.
Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?
Hier findest du Hilfe:
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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