Grosser Erzähler – Der Schweizer Autor Gerold Späth ist gestorben

«Mit Gerold Späth verlieren wir einen grossen Erzähler» schrieb der Lenos Verlag am Donnerstag zum Tod des Autors. Gestorben ist Späth am 14. Oktober.
Bereits mit seinem Debüt «Unschlecht» legte Späth 1970 ein literarisches Glanzstück vor. Die Geschichte eines kauzigen Erben, dessen Vermögen samt Insel im See die Begehrlichkeiten seiner Mitbürger weckt, knüpfte an den barocken Schelmenroman an. Späth stellte sich als Autor vor, dessen Bücher «von barocker Fülle, Sprachlust, derber Komik und abgründiger Melancholie» geprägt sind. So formulierte es der Lenos Verlag.
Geboren wurde Gerold Späth 1939 in eine Orgelbauerdynastie in Rapperswil am oberen Zürichsee. In seinen Werken prangerte er die Enge, die Selbstgerechtigkeit und die Doppelmoral der heilen Schweizer Welt an. Einen «neuen Rabelais», «modernen Grimmelshausen» oder «Schweizer Boccaccio» hat man ihn genannt.
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