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Sunday, November 8, 2026

Warum uns Lüthis klare Russland-Kante Hoffnung machen darf

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Spiel-Boykott bei U20-WM

Warum uns Lüthis klare Russland-Kante Hoffnung machen darf

Es hat etwas gedauert, doch dann fällte der Schweizer Hockeyverband den richtigen Entscheid in der Russland-Frage. Das macht Hoffnung – auch innenpolitisch, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.

Publiziert: 07.11.2026 um 22:48 Uhr

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Emanuel GisiSportchef

Es gibt eine Sprache, die lernt man offenbar erst als Verbandspräsident. Plötzlich verfolgt man Entwicklungen, konsultiert Gremien und vermeidet vorschnelle Schlüsse.

Marc Lüthi spricht sie bereits fliessend. Russlands WM-Rückkehr sah der neue Eishockeypräsident persönlich kritisch. Der Verband aber wartete ab, während andere längst Farbe bekannt hatten.

Die viel beklagte Schweizer Hasenfüssigkeit? Bis Samstagabend konnte man das so sehen. Da wurde bekannt, dass die IIHF nach dem CAS-Entscheid an der U20-WM mit Russland plant. Auch die Schweiz hätte gegen die Russen spielen sollen. Der Verband entschied schnell und klar.

Er nimmt damit den Schweizer Junioren den Gewissensentscheid ab, ob sie gegen Russland spielen wollen. Und schafft gleich auch noch einen Präzedenzfall für die A-WM.

Gut so. Eine russische Nationalmannschaft repräsentiert ihren Staat. Dessen Propaganda-Maschinerie nutzt jeden internationalen Auftritt für ihre Zwecke. Russland die WM-Bühne zurückzugeben, während der Angriffskrieg weitergeht, schafft Normalität. Dieser verweigert sich die Schweiz zu Recht.

Lüthi hat damit seine erste Bewährungsprobe bestanden. Mehr noch: Er hat sie genutzt, um ein wichtiges Signal zu senden. Beim Beschluss sass neben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung auch die National League am Tisch, obwohl dies für diesen Entscheid nicht nötig gewesen wäre. Innenpolitisch relevant: Im Schweizer Eishockey scheint man wieder miteinander sprechen zu können.

Nach den Irrungen und Wirrungen der letzten Jahre eine erfreuliche Erkenntnis. Was sie mittelfristig wert ist, muss sich zeigen. Aber miteinander zu reden und trotzdem Klartext zu sprechen – das wäre eine Sprache, die dem Schweizer Eishockey guttäte.

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