«Unbeschreiblich» – Chrigu (24) und Kim (23) turnen unter Ballon

Darum gehts
- Ein Jahr Planung und zahlreiche Sicherheitstests machten einen einzigartigen Stunt möglich.
- Die vier Männer Kim (23), Christian (24), Gregor (38) und Thomas (24) turnten im Appenzell in 1400 Metern Höhe unter einem Heissluftballon.
- Gregor Beck aus Liechtenstein war der Kopf hinter der Aktion und liess die Risikoanalyse vom Bundesamt für Zivilluftfahrt absegnen.
«Es ist ein Erlebnis für das Leben», sagt Christian Wirth gegenüber 20 Minuten. «Es war unbeschreiblich, wenn man nach oben schaut, sieht man eine Strickleiter und einen Heissluftballon, wenn man nach unten sieht, ist man 1’400 Meter in der Höhe.» Insgesamt haben sich vier Männer den Traum vom Turnen am Ballon erfüllt: Kim Dössegger (23), Christian Wirth (24), Gregor Beck (38) und Thomas Wyss (24), welcher gleichzeitig mitfilmte. Begleitet wurden sie von Kameramann Andrin Leuch (24) sowie einem Ballonpiloten.
«Die Strickleiter nahm einem so viel Kraft, dass es nur für etwa eine Minute Turnen reichte, aber ich habe jede Sekunde genossen», sagt Christian. Angst hatte er nie: Die genaue Planung und die Tatsache, dass eine Woche vor der Aktion alle Seile und Gurte geprüft wurden, gaben ihm Sicherheit. Ein Gefühl von Respekt kam in Christian auf, als er aus dem Korb kletterte und wusste: «Jetzt gilt 100 Prozent Fokus und geniessen, denn das werde ich nur einmal erleben.»
Ein Jahr Vorbereitung für den Stunt
«Wir haben es alles geheim gehalten und niemandem davon erzählt», so Christian. Von der Aktion wussten nur die Beteiligten und ihre Familien. Doch bevor die Männer in 1400 Metern Höhe turnen konnten, musste die Aktion während eines Jahres geprüft werden.
Gregor (38) aus Liechtenstein war der Kopf hinter der ganzen Aktion. «Gregor hat uns angefragt und uns von der Idee erzählt, wir kannten ihn bereits von unserer letzten Aktion.»
«Sicherheit war das Wichtigste»
«Die Sicherheit stand immer an erster Stelle.» Deshalb hat Gregor eine Risikoanalyse erstellt und liess diese durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt prüfen. Als dies abgesegnet wurde, konnte die genaue Planung beginnen. «Wir waren während der ganzen Aktion immer gesichert durch einen Klettergurt, welcher mit Seilen an dem Ballon befestigt ist.» Ebenfalls wurde das Gerüst, welches am Korb befestigt wurde, genau geplant und sicher mit dem Ballon verbunden.

Zusätzlich war Christian über zwei eigene Kletterseile direkt am Ballon gesichert mit einem sogenannten Grigri, einem Sicherungsgerät, das beim Klettern und Turnen in der Höhe automatisch blockiert, sobald sich das Seil zu schnell bewegt, und so einen Sturz abfängt.
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Video geht viral: «Klicks waren nie das Ziel»
Wie auch bereits beim letzten Stunt ging es den Männern um das Erlebnis, das man durch die Aktion hat: «Wer kann schon sagen, er hat unterhalb eines Ballons geturnt?» Das Video vom Ballon-Stunt schlug hohe Wellen. Über 105’000 Menschen sahen es innerhalb der ersten 24 Stunden.
«Die Klicks auf Social Media waren nie das Ziel, das Video war eine Nebensache. Uns ging es darum, sagen zu können: Wir haben in 1400 Metern Höhe an den Ringen geturnt», so Christian. Er spricht davon, dass es ein unbeschreibliches Gefühl war und man es gar nicht realisieren konnte. Insgesamt waren die Männer während zwei Stunden in der Luft.
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Maurin Vonplon (mav), Jahrgang 2006, arbeitet seit August 2026 bei 20 Minuten als Praktikant im Ressort Bern.
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