Herzogin Meghans Halbbruder ist nun auch im Visier der Behörden

- Die Ermittlungen gegen Thomas Markle (82), Vater von Herzogin Meghan, weiten sich auf den Philippinen aus.
- Sein Sohn Thomas Markle Jr. (60) gilt laut Innenminister Jonvic Remulla als «Person of Interest», nicht als Verdächtiger.
- Die Behörden stellten rund 7500 Fotos und ein Video sicher; Thomas Markle bestreitet die Vorwürfe.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Kindesmissbrauch gegen Thomas Markle (82), den Vater von Herzogin Meghan (45), weiten sich aus. Auf den Philippinen ist nun auch sein Sohn Thomas Markle Jr. (60) in den Fokus der Behörden geraten. Der Halbbruder der Herzogin könnte nach Einschätzung der Ermittler ebenfalls in die mutmasslichen Straftaten verwickelt sein. Als Verdächtiger gilt er bislang allerdings nicht.
Das bestätigte der philippinische Innenminister Jonvic Remulla am Donnerstag. Wie der Sender ABS-CBN News berichtet, sollen Zeugen ausgesagt haben, dass minderjährige Mädchen zum Haus von Markle Jr. gebracht worden seien. Die Behörden prüfen nun, ob er möglicherweise ebenfalls in die mutmasslichen Straftaten verwickelt war. Bislang werde er allerdings nur als «Person of Interest» – also eine Person von besonderem Interesse – betrachtet, betonte Remulla. Eine konkrete Beschuldigung gibt es gegen ihn derzeit nicht.
7500 Fotos und ein Video sichergestellt
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Fund im früheren Haus von Thomas Markle in der philippinischen Provinz Cebu. Dort soll eine grosse Menge an Material mit Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zurückgelassen worden sein. Thomas Markle Jr. hatte die Behörden darauf aufmerksam gemacht und ihnen insgesamt vier Kisten mit möglichen Beweismitteln übergeben. Darunter befanden sich Computer, Mobiltelefone, Festplatten und alte Videokassetten.
Nach Angaben von Innenminister Remulla wurden bislang rund 7500 Fotos sowie ein Video mit Aufnahmen von mutmasslich missbrauchten minderjährigen Jungen und Mädchen sichergestellt. Der Minister bezeichnete das Material als besonders verstörend.
Wie ABS-CBN News berichtet, untersuchen die Behörden auch die Herkunft der sichergestellten Geräte. Für die Zuordnung mehrerer Mobiltelefone, die offenbar aus den USA stammen, soll das FBI um Unterstützung gebeten werden. Bislang ist nicht abschliessend geklärt, wem die Geräte tatsächlich gehörten und wer für die darauf gefundenen Inhalte verantwortlich ist.
Thomas Markle, der inzwischen wieder in den USA lebt, bestreitet die Vorwürfe gegen sich.
Meghan hat sich bereits zu den Vorwürfen geäussert
Die Herzogin von Sussex hatte Ende Oktober mit einer persönlichen Stellungnahme auf die Berichte reagiert. Sie sei «zutiefst bestürzt» über die Vorwürfe gegen ihren Vater. Nach eigenen Angaben war sie bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über «beunruhigende und verstörende Vorwürfe» informiert worden.
In ihrer Erklärung machte Meghan auch deutlich, weshalb sie den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen und ihm den Umgang mit ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) verwehrt habe. «Ich hoffe, dass nun verständlich wird, dass – trotz der Verzerrungen durch einige Medienberichte im Laufe der Jahre – jede Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm den Kontakt zu unseren Kindern zu verweigern, nur einem Grund dienten: sie zu schützen», erklärte sie.
Wie beurteilst du Meghans Distanz zu ihrem Vater angesichts der Vorwürfe?
Zwischen Meghan und ihrem Vater herrscht bereits seit 2018 Funkstille. Kurz vor ihrer Hochzeit mit Prinz Harry hatte Thomas Markle für Geld Paparazzi-Aufnahmen von sich arrangieren lassen. Zur Hochzeit erschien er schliesslich nicht. Seitdem ist das Verhältnis zwischen Vater und Tochter zerrüttet.
Bist du minderjährig und von sexualisierter Gewalt betroffen? Oder kennst du ein Kind, das sexualisierte Gewalt erlebt?
Hier findest du Hilfe:
Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter
Clickandstop.ch, Online-Meldestelle der Stiftung Kinderschutz Schweiz
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du bei Forio, Beforemore und bei den UPK Basel.
Gina Sergi (gis), Jahrgang 1997, arbeitet seit März 2024 bei 20 Minuten. Sie ist seit September 2025 Ressortleiterin People.
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