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Sunday, October 18, 2026

Tesla soll fliegen und Saltos machen – was steckt dahinter?

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  • In deutlich unter einer Sekunde soll der neue Tesla Roadster von 0 auf 100 km/h beschleunigen.
  • Dank Raketentechnologie machte das Auto in der Präsentation sogar einen Salto, Fans sind begeistert.
  • Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht im Spektakel vor allem Marketing und hält andere gezeigte Techniken für zukunftsträchtig.

Fast neun Jahre ist es her, seit Elon Musk erstmals die zweite Generation des Tesla Roadster vorstellte. Nun war es wieder so weit – und obwohl die Produktion sich um Jahre verzögerte und nun erst für 2028 geplant ist, schafft es Musk, die Welt ins Staunen zu versetzen.

Dafür sorgen nicht nur die absurden Beschleunigungswerte, mit denen der Roadster die Konkurrenz weit hinter sich lässt (in deutlich unter einer Sekunde auf 100 km/h). Vor allem die Raketentechnologie sorgt für grosse Augen. Der Roadster soll dank Kaltgas-Düsen für kurze Zeit fliegen können. Schon BYD zeigte ein Auto, das springen kann, aber der neue Roadster machte in der Präsentation sogar einen Salto in der Luft.

Die «Rocket»-Variante, die mit weiteren Düsen auch «fliegen» kann, wird nach Angaben auf der Tesla-Website nur auf Einladung des Unternehmens zugänglich sein.

Nicht neu, aber ebenfalls spektakulär wirken die Unterbodenlüfter, mit denen sich das Auto künstlich auf den Boden saugt. Dank dem sogenannten Ground Effect fuhr der Roadster in der Präsentation wie in einer Hot-Wheels-Bahn senkrecht hoch und dann kopfüber weiter.

Obwohl es die Raketen-Variante nur auf Einladung und nicht in allen Regionen geben soll, ist der Hype gross. Auf Musks eigener Social-Media-Plattform zeigen sich User unter dem Tesla-Beitrag begeistert. «Das ist das Verrückteste, was ich je gesehen habe», schreibt einer.

Andere sprechen von der Zukunft der Fortbewegung. Viele glauben, damit hänge Tesla die anderen Autokonzerne ab.

Andere halten die Präsentation für unecht und glauben, einen Leiterrahmen zu erkennen, an dem die Karosserie befestigt ist. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass eine Tesla-Präsentation zu viel verspricht. Vor zwei Jahren zeigte Musks Firma angeblich autonome humanoide Roboter, bei denen sich im Nachhinein herausstellte, dass sie von Menschen ferngesteuert wurden.

Was ist dran am fliegenden Tesla Roadster?

Sind Teslas Behauptungen über den neuen fliegenden Roadster also echt oder schafft es das Auto in der Rocket-Version nie auf den Markt? Experten sind skeptisch. In dem Blog «Electrek» heisst es etwa, die Geschwindigkeit der in der Luft gezeigten Beschleunigung wäre für einen durchschnittlichen Menschen mindestens desorientierend. Musk spricht von einer Kraft von 2G, die auf den Körper wirkt, also dem Doppelten des eigenen Körpergewichts. Dafür trainieren Kampfpiloten jahrelang. Im Roadster sass während der Präsentation auch kein Fahrer.

Auch der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research in Bochum sagt: «Natürlich kommt das Auto nicht auf die Strasse. Das ist unrealistisch.» Aber Elon Musk beweise erneut, dass er nicht nur ein begnadeter Technik-Freak, sondern auch ein kleines Marketing-Genie sei.

Der in die Luft gehende Roadster zeige doch nur, dass es mit einer Kombination von Tesla und Musks Raumfahrtfirma SpaceX spannende Dinge geben könne. «Musk zeigt, dass er neue Ideen entwickelt, auch wenn die nie auf die Strasse kommen. Musk lässt die Menschen träumen.»

Was hältst du von Teslas fliegendem Roadster?

Aber der sogenannte Ground Effect, der die Aerodynamik des Unterbodens nutzt, um das Auto förmlich an die Strasse zu saugen und einen enormen Anpressdruck zu erzeugen, werde sicher weiterentwickelt. Die Formel 1 zeige, wie wertvoll dieser Effekt sein könne.

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Fabian Pöschl

Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft

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