14 Tote und sieben Verletzte bei Einsturz in Goldtagebau

- Bei einem Einsturz in einem Goldtagebau im Südwesten Kolumbiens sind mindestens 14 Bergleute gestorben.
- Sieben weitere Menschen wurden nahe der Ortschaft Santa Bárbara de Iscuandé verletzt.
- Der Ort ist nur per Boot oder Kleinflugzeug erreichbar, was die Rettung erschwerte.
Bei einem Einsturz in einem Goldtagebau im Südwesten Kolumbiens sind mindestens 14 Bergleute ums Leben gekommen. Sieben weitere Menschen wurden bei dem Unglück nahe der kleinen Ortschaft Santa Bárbara de Iscuandé verletzt, wie die Regionalregierung in der Provinz Nariño mitteilte. Die Suche nach Verschütteten sei am Montagabend eingestellt worden.
«Dieser Notfall verdeutlicht erneut die Risiken des informellen Bergbaus», hiess es in der Mitteilung. «In weniger als drei Monaten sind bei zwei Mineneinstürzen in Nariño 27 Menschen ums Leben gekommen.»
Santa Bárbara de Iscuandé ist von dichtem Regenwald umgeben und nur per Boot oder Kleinflugzeug erreichbar. Das erschwerte es den Helfern, in das Gebiet zu gelangen. «Bei diesem bedauerlichen Unglück sind ganze Familien ums Leben gekommen. Das ist sehr traurig», sagte der Gouverneur von Nariño, Luis Alfonso Escobar.
Hunderte illegale Minen in Kolumbien
Hunderte kleine Minen werden in Kolumbien ohne behördliche Genehmigung betrieben. Einige werden von Rebellengruppen kontrolliert. Zwei Rebellengruppen sind auch im Gebiet von Santa Bárbara de Iscuandé aktiv, darunter der Jacobo-Arenas-Block. Die Gruppe wird von früheren Mitgliedern der Guerillaorganisation Farc angeführt, die sich einem Friedensabkommen mit der kolumbianischen Regierung im Jahr 2016 verweigert haben.
Die kolumbianische Ombudsstelle, die sich für den Schutz der Bürgerrechte einsetzt, forderte bewaffnete Gruppen in dem Gebiet auf, humanitäre Hilfe für die kleine Gemeinde zuzulassen.
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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