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Monday, October 5, 2026

Wechselt Yakin nach Traumstart die halbe Mannschaft aus?

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Was für Mega-Rochade spricht

Wechselt Yakin nach Traumstart die halbe Mannschaft aus?

Mit drei Siegen innerhalb von acht Tagen ist die Nati bei ihrer Mission Wiederaufstieg in die Liga A der Nations League auf Kurs. Schlägt nach intensiven Tagen zum Abschluss des Zusammenzugs am Dienstag im Heimspiel gegen Nordmazedonien die Stunde der Reservisten?

Publiziert: 00:01 Uhr

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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Souverän, aber ohne zu brillieren, hat die Nati die erste Hälfte des Parcours der Nations League hinter sich gebracht. Und das, ohne die vier WM-Stammspieler Breel Embolo, Ruben Vargas, Granit Xhaka und Denis Zakaria, die bekanntlich und aus unterschiedlichen Gründen fehlen. Das spricht für die Qualität der Nati und die in den letzten Jahren deutlich grösser gewordene Breite im Kader, auch wenn die drei Gegner nicht zur Crème de la Crème Europas gehören. Vor allem Nordmazedonien hat mit null Punkten und 0:7 Toren gezeigt, dass es in dieser Liga überfordert ist.

Auch deswegen bietet sich Yakin im Heimspiel am Dienstag gegen die Südosteuropäer die Chance, anderen Spielern mehr Einsatzzeit zu gewähren. Denn in den bisherigen drei Partien setzte der Nati-Trainer mit Ausnahme der Position im rechten Mittelfeld (Aebischer/Rieder) immer auf die identische Startelf und nahm seine ersten Wechsel jeweils erst nach mehr als einer Stunde vor.

Schlägt nun die grosse Stunde der Reservisten? Jein. Zwar kündigte Yakin am Samstag nach dem 2:1 gegen Slowenien «zwei, drei Wechsel» an, mit einer B-Elf wird die Nati gegen die Nummer 71 des Fifa-Rankings aber nicht antreten – aus mehreren Gründen:

  • Sportliche Ausgangslage: Trotz des perfekten Starts und fünf Punkten Vorsprung in der Tabelle auf Slowenien und Schottland ist die Nati noch nicht aufgestiegen. Einen blamablen Ausrutscher gegen Nordmazedonien kann man sich nicht leisten, will man die sehr gute Ausgangslage nicht leichtfertig verspielen.
  • Statik innerhalb des Teams: Ein erfolgreiches Team komplett auszutauschen, macht keinen Sinn. Weil eine B-Elf in dieser Formation kaum je zusammengespielt hat, würde die Balance innerhalb des Teams verloren gehen, wenn man alle Stammspieler schonen würde. Eine Achse braucht es, damit sich die neuen Spieler integrieren können.
  • Hierarchie: Die Nati hat eine klare Hierarchie, wobei Yakin gerade dem Spielerrat viele Kompetenzen überlässt und diesen auch immer wieder um dessen Meinung fragt. Manuel Akanji, der in Abwesenheit von Granit Xhaka die Captainbinde trägt, dürfte die Nati auch gegen Nordmazedonien aufs Feld führen und zumindest eine Halbzeit spielen, auch wenn er danach mit Inter neun Spiele in 30 Tagen zu absolvieren hat.
  • Willen der Spieler: «Die Spieler wollen immer spielen, aber wir müssen sie auch schützen», sagt Yakin, im Wissen, dass dies zu Interessenkonflikten führen kann. Einige haben besonderes Interesse, auch gegen Nordmazedonien auf dem Feld zu stehen. Remo Freuler könnte noch in diesem Herbst in den 100er-Klub aufsteigen, Ricardo Rodriguez nähert sich mit seinem 148. Einsatz der Marke von 150 Länderspielen und der Rekordzahl von Granit Xhaka (152 Länderspiele) weiter an.

Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass es am Dienstag in der Startaufstellung deshalb nur zu punktuellen Änderungen kommt, sofern alle körperlich fit und erholt sind. Im Tor hätte die Nummer 2, Yvon Mvogo, einen Einsatz verdient, weil er seine Rolle seit Jahren ohne zu Murren akzeptiert und auch sportlich ein sicherer Wert ist. Gregor Kobel, der mit Dortmund bereits am Freitag wieder im Einsatz steht, hatte in den ersten zwei Spielen praktisch nichts zu tun und liess sich dann gegen Slowenien bereits nach 88 Sekunden von einem nicht unhaltbaren wirkenden Abschluss düpieren. Immerhin durfte die unbestrittene Nummer 1 danach noch ein paar Schüsse halten, weswegen er noch auf eine genügende Leistung kam (Blick-Note 4).

In der Abwehr stehen die Chancen gut, dass Sascha Britschgi (20) in seiner Heimatstadt Luzern zu seinem Startelf-Debüt in der Nati kommt, nachdem er nun dreimal eingewechselt worden ist. Im Mittelfeld dürfte Augsburg-Captain Fabian Rieder wieder von Beginn an eine Chance erhalten, womöglich auch Djibril Sow, der an der WM als Rollenspieler mehrheitlich überzeugt hat. Und ganz vorne könnte Winsley Boteli (20), der Überflieger der bisherigen Super-League-Saison, erstmals beginnen. Zeki Amdouni, für drei der acht Nati-Tore in der Kampagne verantwortlich, könnte auch eine Position nach hinten rutschen, sodass Johan Manzambi geschont werden könnte.

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