Rücktritt im Baselbiet – Anton Lauber tritt ab – Baselbiet sucht neuen Finanzdirektor

Rücktritt im Baselbiet Anton Lauber tritt ab – Baselbiet sucht neuen Finanzdirektor
Der Finanzdirektor hat die Politik im Baselbiet geprägt. Nun will Anton Lauber nicht mehr zur Wahl antreten.
14 Jahre lang war er in der Baselbieter Regierung, nun tritt der Mitte-Politiker Anton Lauber bei den kommenden Wahlen im April 2027 nicht mehr an.
Es sei der richtige Zeitpunkt gekommen für diesen Schritt, kündete Lauber heute im Baselbieter Parlament an.
Ich habe dieses Amt mit Leib, Herz und Seele ausgeführt.
Es sei nicht immer einfach gewesen, aber das sei das Interessante an diesem Amt. «Ich habe dieses Amt immer mit Leib, Herz und Seele ausgeführt», sagt Lauber.
Er freue sich nun auf mehr Zeit mit der Familie. Wobei er noch neun Monate im Amt bleibt. In dieser Zeit werde er sich noch einmal voll auf die Arbeit konzentrieren.
Ich habe stets mit zwei lachenden Augen gearbeitet und werde auch mit zwei lachenden Augen gehen.
Anton Lauber ist 65 Jahre alt, seit 2013 Mitglied der Baselbieter Regierung und der amtsälteste Regierungsrat. Er habe das gerne getan, deshalb gehe er nicht mit einem weinenden Auge. «Ich habe stets mit zwei lachenden Augen gearbeitet und werde auch mit zwei lachenden Augen gehen.»
Lauber habe den Ton angegeben in der Baselbieter Regierung, sagen Beobachterinnen und Beobachter. Bevor er in die Regierung wechselte, war er Gemeindepräsident der grössten Baselbieter Gemeinde Allschwil.
Lauber brachte die Finanzen ins Lot
Lauber kann auf Erfolge zurückblicken. Als er in der Baselbieter Regierung die Finanzdirektion übernahm, war der Finanzhaushalt in Schieflage. Er sanierte den Haushalt und setzte Sparmassnahmen um, auch solche, die politisch und gesellschaftlich umstritten waren. So kürzte er etwa die Löhne der Kantonsangestellten oder strich 400 Stellen beim Staatspersonal. 2017 schrieb das Baselbiet erstmals wieder schwarze Zahlen.
Kritik wegen Digitalbank Radicant
Zuletzt geriet Anton Lauber aber politisch unter Druck. Grund dafür ist eine Tochtergesellschaft der Basellandschaftlichen Kantonalbank BLKB, die Radicant Bank. Die Digitalbank geriet in Schieflage, die BLKB musste über 100 Millionen Franken abschreiben. Eine parlamentarische Untersuchungskommission beschäftigt sich aktuell mit dem Ereignis und soll auch die Rolle Laubers beleuchten.
Andere Parteien bringen sich bereits in Stellung
Kurz nach der Ankündigung Laubers haben sich andere Parteien bereits in Stellung gebracht für die Nachfolge bei den Gesamterneuerungswahlen im Baselbiet am 11. April 2027. Die SP Baselland zum Beispiel will mit einer zweiten Kandidatur antreten, neben der bisherigen Regierungsrätin Kathrin Schweizer.
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