Falsche 50-Franken-Noten im Tessin im Umlauf

- In der Region Locarno ist eine gefälschte 50-Franken-Note aufgetaucht, die einer echten sehr ähnlich sieht.
- Ein Mann entdeckte das Falschgeld in seinem Portemonnaie, die Tessiner Kantonspolizei spricht jedoch nicht von einer Welle.
- Auch das Bundesamt für Polizei (Fedpol) sieht national keine besondere Häufung gefälschter 50er-Noten.
50 Franken im Portemonnaie: Ein Mann aus der Region Locarno musste feststellen, dass seine vermeintliche Banknote keinen Wert hatte. In seinem Portemonnaie befand sich eine gefälschte 50er-Note, wie Tio.ch berichtet. Sie sah einer echten verblüffend ähnlich, war aber nicht identisch.
Offenbar handelte es sich nicht um einen Einzelfall. Entsprechende Hinweise aus der Region veranlassten eine Nachfrage bei der Tessiner Kantonspolizei.
Dort will man allerdings nicht von einer Falschgeld-Welle sprechen. «In der genannten Region liegen uns keine besonderen Meldungen vor», erklärt die Polizei. Zwar seien zuletzt in anderen Bezirken einzelne Fälle registriert worden. Insgesamt bleibe das Phänomen aber begrenzt.
Beim Bezahlen genau hinschauen
Die Polizeistatistik zeigt offenbar nur einen Teil des tatsächlichen Ausmasses. Denn die meisten Finanzinstitute melden entdeckte Fälschungen direkt dem Bundesamt für Polizei (Fedpol). Dieses ist für die Bekämpfung von Geldfälschung zuständig.
Auch Fedpol sieht derzeit keinen Grund zur Beunruhigung. Auf nationaler Ebene sei keine besondere Häufung gefälschter 50-Franken-Noten festgestellt worden.
Trotzdem lohnt es sich, beim Bezahlen und beim Wechselgeld genau hinzuschauen. Denn nicht jede gefälschte Note wird sofort erkannt.
Was tun, wenn man Falschgeld erhält?
Wer eine verdächtige Banknote in den Händen hält, sollte auf keinen Fall versuchen, sie weiterzugeben. Das Inverkehrbringen von Falschgeld ist strafbar – auch wenn man selbst damit getäuscht wurde.
Stattdessen sollte man die Note der Kantonspolizei melden oder bei einer Bank, einer Poststelle oder direkt bei der Polizei abgeben. Die verdächtige Banknote wird anschliessend zur Überprüfung an Fedpol weitergeleitet.
Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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