The Jerusalem PostOpenAI takes on Meta with dots agent in autonomous AI pushESPN DeportesEN VIVO: Locura en Yankee Stadium y en Petco ParkESPNPlayoffs live analysis and highlights: Liberty host LynxPunchWorkers set October strike over petrol price hikeDaily MaverickAMABHUNGANE: Peresec — trusted JSE captain, or feared corporate pirate?한겨레1심까지 평균 390.5일…‘5억 이상’ 고액 민사재판 빨라졌다UOLUrna eletrônica faz 30 anos com mais acessibilidade e segurança reafirmadaCBS NewsAttorney says there's "no evidence" Lindsay Clancy admitted killing her kidsMalay MailGamuda shares rise after record RM1.05b FY2026 profitLenta.ruРоссийские военные уничтожили пехоту ВСУ в Сумской области경향신문국내 증시 급락에 국민연금 수익률 27%→14% ‘뚝’n-tv"Sparmaßnahme nochmal prüfen": Familienministerin Prien rüttelt an ihrer eigenen Elterngeld-Kürzung
The Daily Newsstand · Free, Always
Wednesday, September 30, 2026

Tennessee plant erste Exekution einer Frau seit 200 Jahren

Translate
  • Christa Pike (50) soll heute in Nashville, Tennessee, hingerichtet werden – erstmals seit über 200 Jahren eine Frau in diesem US-Bundesstaat.
  • Pike wurde 1996 für den Mord an einer 19-Jährigen zum Tode verurteilt. Ein Gnadengesuch wurde von Gouverneur Bill Lee abgelehnt.
  • Amnesty International und UNO-Experten forderten einen Stopp der Hinrichtung und wiesen auf Pikes traumatische Kindheit hin.

Heute Vormittag soll die in den USA zum Tode verurteilte Christa Pike (50) in Nashville, Tennessee, hingerichtet werden. Die 50-Jährige wurde 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt. Sie war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. Es wäre die erste Hinrichtung einer Frau in dem US-Bundesstaat seit mehr als 200 Jahren.

Mehrere Kampagnen hatten bis zum Schluss versucht, den geplanten Vollzug aufzuhalten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International betonte, dass die Verurteilte in ihrer Kindheit Vergewaltigung, sexuelle und körperliche Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung erlitten habe. Auch UNO-Experten fordern einen Stopp der Hinrichtung.

Gnadengesuch abgelehnt

Pikes Anwälte reichten Anfang September ein 226-seitiges Gnadengesuch an die Regierung des Bundesstaates ein. Der republikanische Gouverneur Bill Lee lehnte dieses am Montag jedoch ab. Nach sorgfältiger Prüfung bestätige er das Urteil des Staates Tennessee und habe nicht vor einzugreifen, zitierten Medien Lee.

In seltenen Fällen kann der Supreme Court geplante Hinrichtungen auch kurz vor Vollzug stoppen. 2014 etwa hatte das oberste US-Gericht die Exekution von Russell Bucklew nur eine Stunde vor dem Vollzug aufgehalten. Damals rührten die Bedenken des Gerichts allerdings von der Hinrichtungsmethode. Bucklew wurde 2019 hingerichtet.

Mutter des Opfers empört

Die Mutter der damals ermordeten 19-Jährigen sagte der «New York Times», sie sei empört über die Aufmerksamkeit, die Pike nun vor der Hinrichtung erhalte. «Niemand könnte mich jemals, jemals davon überzeugen, dass sie sich geändert hat», zitierte die Zeitung die Frau. Selbst in Isolationshaft habe Pike Zugang zu Trost und Unterstützung gehabt, die ihrer Tochter verwehrt geblieben sei.

«Ich finde nicht, dass jemand mich töten sollte, um mir beizubringen, dass es falsch ist, jemanden zu töten», zitierte die «New York Times» die verurteilte Pike. «Ich gehe diese Hinrichtung jeden Tag in meinem Herzen durch», sagte sie in einer Audioaufnahme, die ihre Anwälte der Zeitung zur Verfügung stellten.

Opfer gefoltert und getötet

1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation Death Penalty Information Center ist Pike die Einzige der drei, die zum Tode verurteilt wurde. Ihr damaliger Freund war zum Zeitpunkt der Tat 17 Jahre alt, er erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Eine weitere 18-Jährige wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert

Konstantin Furrer

Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

View the original on 20 Minuten →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.