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Friday, October 30, 2026

Mitholz Explosionskatastrophe – Damit der Berg nicht explodiert

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Laut dem offiziellen Zeitplan des VBS soll die Munition im Berg und der Umgebung von Mitholz im Zuge der Haupträumung ab 2037 geborgen werden.

Die komplette Räumung dauert voraussichtlich bis 2044, anschliessend wird das Gelände instand gestellt und Mitholz wieder besiedelt.

Instabile Felsen gefährden Räumung

Bevor die verbliebene Munition in Mitholz im Tagbau geräumt werden kann, muss das Gelände stabilisiert werden. Der Zweispitz, der Dreispitz und Teile der Fluh müssen schichtweise von oben nach unten abgetragen werden.

Luftaufnahme eines Berggebiets mit markierten Felsen und Strassen.
Legende: Die Fluh und der Dreispitz liegen über den alten Hohlräumen. VBS

Das Problem: Die markante Felswand («Fluh») und der stark instabile Felsabschnitt «Dreispitz» liegen direkt über der Munition.

Besonders der ehemalige Bahnstollen stellt ein grosses Sicherheitsrisiko dar.

Die Arbeiten im Bahntunnel bei Mitholz sind seit September 2026 abgeschlossen. Die Verfüllung bleibt bis zur Bergung der Munition bestehen und wird vor der Räumung wieder entfernt.

Mit der Sicherung der Hohlräume und weiterer Schutzmassnahmen konnte das Explosionsrisiko gesenkt und so die Voraussetzungen für die nächsten Schritte geschaffen werden.

Die Voraus- und Schutzmassnahmen im Gebiet dauern voraussichtlich noch bis 2037 und sind Teil einer langen Projektlaufzeit:

Ob die Wiederbesiedlung wie geplant realisiert werden kann, bleibt angesichts der Dimension und des langen Zeithorizonts des Projekts offen. Im Rahmen der bisherigen Arbeiten mussten 56 Personen im Sicherheitsperimeter ihr Zuhause verlassen.

Bislang 147 Millionen ausgegeben

Die Voraus- und Schutzmassnahmen sind gemäss der VBS-Planung der grösste ausgewiesene Kostenblock: Für diese Phase sind 1.09 Milliarden Franken vorgesehen. Das entspricht fast der Hälfte des bewilligten Gesamtkredits von 2.59 Milliarden Franken.

Das gesamte Projekt wird durch das VBS und dem ordentlichen Bundeshaushalt finanziert. Wie viel des bewilligten Gesamtkredits tatsächlich benötigt wird, ist offen. Auch der Zeitplan ist nicht in Stein gemeisselt: Entscheidend ist unter anderem, wie viel Munition bei der Räumung tatsächlich geborgen wird und ob weitere Funde dazukommen.

Unklar ist auch das Schicksal von rund 2400 Fliegerbomben, die als vermisst gelten. Wie viele davon bei den Explosionen von 1947 detoniert sind und wie viele noch im Berg liegen, ist bis heute nicht geklärt.

Collage eines Weltalls und eines Menschenkopfes mit elektronischen Geräten.
Legende: SRF

Welche Menschen arbeiten in den gefährlichen Tunneln bei Mitholz? Wie bringt man 3000 Tonnen Munition und Granaten sicher aus dem Berg? Und wie wird die Munition am Ende eigentlich fach- und umweltgerecht entsorgt?

SRF «Einstein» mit ersten Einblicken in das Jahrhundertprojekt.

Ausstrahlung: Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10.00 Uhr, Play SRF, und 21.05 Uhr, SRF 1.

Berglandschaft mit grafischen Überlagerungen und grossem Geschoss oben.
Legende: SRF

Dominique Marcel Iten (Redaktion), Fabian Schwander (Frontend-Entwicklung), Ulrich Krüger, Marina Kunz (Design)

View the original on SRF News →

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