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Monday, September 21, 2026

Marktbericht: Anleger nehmen Wahlausgang gelassen auf

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Blick auf das Börsenparkett der Frankfurter Börse.

Marktbericht

DAX dürfte zulegen Anleger nehmen Wahlausgang gelassen auf

Stand: 21.09.2026 • 07:28 Uhr

Das Gesprächsthema am Aktienmarkt werden heute die Wahlausgänge in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sein. Der sinkende Ölpreis stützt den DAX, vor allem die Konjunktur dürfte in dieser Woche im Blickpunkt stehen.

Der Broker IG taxiert den Leitindex vor dem Xetra-Handelsstart 0,4 Prozent höher auf 25.418 Punkte. Am vergangenen Freitag war der DAX mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 25.304 Punkten aus dem Handel gegangen. Auf Wochensicht betrugen die Kursverluste rund ein Prozent. Insgesamt verzeichnete er nach seinem Rekord von 26.618 Punkten nun drei schwache Wochen.

Nach den jüngsten Verlusten könnte sich der DAX also stabilisieren, auch wenn der politische Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz nach der erneuten Wahlpleite seiner Partei CDU steigt. Der Wahlausgang bleibt ein wichtiges Thema, nachdem die Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern sogar erstmals aus einem Landesparlament geflogen sind.

Reagieren die Aktien von Vonovia und Deutsche Wohnen?

Bei den Einzelwerten könnten heute denn auch die Titel der Wohnungskonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen im Blickpunkt stehen. Die Partei die Linke hat die Wahl in Berlin mit großem Vorsprung gewonnen. Ein wichtiges Thema im Berliner Wahlkampf waren Wohnungsmangel und überhöhte Mieten. Die Linke fordert, große Wohnungsunternehmen zu enteignen. Außerdem plant sie einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungen einzuführen.

Ölpreise geben nach

Unterstützen dürften die aktuell wieder sinkenden Ölpreise: Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,1 Prozent auf 101,72 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent schwächer bei 98,10 Dollar.

Allerdings bleiben die Signale aus dem Nahen Osten widersprüchlich. Der Iran hatte am Wochenende nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens signalisiert. Gleichzeitig richtete das Militär wieder Drohungen gegen die USA und ihre Verbündeten.

Hohe Ölpreise können die Inflation antreiben. Preissteigerungen beim Öl schlagen über Transport- und Produktionskosten auf viele andere Waren und Dienstleistungen durch. Für Aktien spreche in einem solchen Umfeld aber, dass sie einen gewissen Schutz vor anziehender Teuerung böten, heißt es von der Helaba.

IW verdreifacht Prognose

Abgesehen vom Ausgang der Wahlen und den Ölpreisen werden die Investoren in dieser Woche die konjunkturelle Lage genau beobachten. Sie fragen sich, ob sich die jüngsten Hoffnungen auf ein solides Wirtschaftswachstum bestätigen.

Ökonomen sehen aber Grund zum Optimismus. Das Institut der deutschen Wirtschaft verdreifacht seine Wachstumsprognose für dieses Jahr. Die Experten rechnen nun mit einem Wachstum von 1,2 Prozent. Hauptgrund dafür sei ein überraschend gutes erstes Halbjahr. Auch stehe der schuldenfinanzierte Sondertopf zur Modernisierung der Infrastruktur erstmals für das ganze Jahr zur Verfügung. "Im zweiten Halbjahr 2026 lässt die Dynamik wieder nach", so die Ökonomen.

Risiken für die Konjunktur sieht das IW in den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten. Die höheren Energiepreise bekommen Verbraucher und Unternehmen zu spüren. Das IW rechnet für dieses Jahr mit einer Inflation von gut 2,5 Prozent.

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