Nationenwechsel: Schweiz streckt Fühler nach Bosnien-Juwel aus

- Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat bei FCZ-Talent Din Ramic (17) bezüglich eines Nationenwechsels vorgefühlt.
- Ramic lief bisher für die U17 und U19 Bosniens auf und traf dort ebenfalls.
- Beim FCZ erzielte er in 26 U21-Spielen elf Tore und kam fünfmal in der Super League zum Einsatz.
- Ein Wechsel ist bis zur A-Nati möglich, danach gibt es kein Zurück mehr.
Als der FC Zürich unter dem damaligen Sportchef Milos Malenovic Din Ramic vom FC Luzern verpflichtete, war dies ein Erfolg. Der Stürmer hatte für die Junioren des FC Luzern viele Tore produziert und sich bereits auf die Zettel einiger Scouts gespielt.
Auch beim FCZ hat Ramic nach seinem Wechsel überzeugt. In 26 Spielen mit der U21 hat der 17-Jährige elf Tore erzielt und steht jeweils auch in der Super League im Kader. Er soll behutsam ans Team herangeführt werden, wie Trainer Marcel Koller vor zwei Wochen auf der Pressekonferenz sagte. «Das ist ein Miteinander mit der U21. Din fühlt sich, glaube ich, wohl bei uns.»
SFV arbeitet mit Talenten Entwicklungspläne aus
Die Entwicklungen hat auch der Schweizerische Fussballverband (SFV) registriert. Bislang lief Ramic für die Juniorennationalmannschaften Bosniens (U17 und U19). Geht es nach dem SFV, soll Ramic künftig für die Schweizer U-Auswahlen spielen. Der Verband hat beim Spieler schon einmal vorgefühlt – Ausgang offen. Der SFV hat auch Lionel Ikezu (16) im Blick. Der FCZler spielte für die Schweiz, wechselte aber zu Spanien.
Der Verband setzt mittlerweile viel daran, sich schon früh mit Doppelbürgern auseinanderzusetzen und Teilen von ihnen einen klaren Plan aufzuzeigen, wie der Weg in die A-Nati aussehen könnte.
Klar ist aber auch, dass nur die wenigsten Doppelbürger, die sich in der Vergangenheit gegen die Schweiz entschieden haben, in der A-Nati auch Chancen auf einen Stammplatz oder reele Spielzeit gehabt hätten.
Ein solches Beispiel ist Eman Kospo. Der ehemalige Schweizer U-Nati-Spieler, der körperlich als Frühentwickler galt, entschied sich für Bosnien, das in der Weltrangliste auf dem 61. Platz ist. Die Schweiz liegt dagegen auf Rang 12. Aktuell spielt Kospo in der A-Nati Bosniens keine Rolle mehr und läuft für die U21 auf. Bei Mantova in der Serie B ist er aktuell Ergänzungsspieler.
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