– Angriff auf Flughafen Riad – das ist bekannt

Was ist passiert? Bei einem Angriff auf den Hauptflughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind nach Angaben der staatlichen Luftfahrtbehörde zwölf Menschen getötet worden. 309 weitere wurden demnach verletzt, einige schwebten am Sonntagmorgen in Lebensgefahr. Es ist die höchste Opferzahl bei einem Angriff auf den mit den USA verbündeten Golfstaat seit Beginn des Irankriegs Ende Februar.
Wer ist verantwortlich? Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis machte die Huthi für die jüngste Attacke auf den internationalen Flughafen King Chalid verantwortlich. Die Flughäfen von Riad sowie Abha im Südwesten Saudi-Arabiens waren erst im Verlaufe dieser Woche von den Huthi angegriffen worden. Dabei wurden nach Angaben der saudi-arabischen Luftfahrtbehörden drei Menschen getötet. Zu der erneuten Attacke vom Samstag gab es von der Rebellengruppe zunächst kein Bekennerschreiben. Jedoch hat die Miliz ihre Warnung vor der Nutzung saudi-arabischer Flughäfen bekräftigt. Fluggesellschaften, Flughafenmitarbeiter und Reisende sollten die Warnung ernst nehmen, teilte die Gruppe mit.
Wer sind die Opfer? Laut der saudischen Luftfahrtbehörde haben vier der getöteten Menschen die saudische Staatsangehörigkeit und zwei die von Bangladesch. Ums Leben kamen auch je eine Person aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien sowie aus dem Sudan und den palästinensischen Gebieten.
Was heisst das für die USA? US-Aussenminister Marco Rubio verurteilte die Angriffe scharf und bezeichnete sie als «verwerflich». US-Präsident Donald Trump erklärte, er prüfe, ob sich die USA den saudischen Angriffen auf die Huthi im benachbarten Jemen anschliessen sollten. «Vielleicht. Wir werden uns das anschauen», zitierte ihn der Sender CBS News.
Wie reagiert die Öffentlichkeit? Der Angriff auf eines der Passagierterminals sei ein «regelrechtes Kriegsverbrechen», schrieb der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, auf der Plattform X und kündigte eine entschiedene Reaktion an. Auch UNO-Generalsekretär António Guterres zeigte sich «zutiefst schockiert» über den Angriff. Attacken auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstiessen gegen das Völkerrecht. Sie müssten sofort eingestellt werden, forderte er. Kritik am Angriff kam auch von anderen Staats- und Regierungschefs, darunter aus Pakistan, Kanda und Deutschland.
Was sind die Folgen? Aufgrund der Angriffe hat der Internationale Flughafen seinen Flugverkehr bis auf Weiteres eingestellt. Die US-Vertretung in Saudi-Arabien rief alle US-Bürger in dem verbündeten Königreich dringend auf, den internationalen Flughafen King Chalid sowie die umliegenden Gebiete zu meiden. Mitarbeiter der US-Regierung benötigten eine Sondergenehmigung für die Nutzung des Flughafens sowie der Flughäfen in Dschidda und Dammam, schrieb die US-Botschaft in einer Mitteilung und riet zu äusserster Vorsicht bei der Nutzung aller grösseren Flughäfen in dem Land. Währenddessen haben die Schulen in Riad ab Sonntag auf Fernunterricht umgestellt, wie aus einer Mitteilung an die Eltern hervorging, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.
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