Ab Mitte November: SRG-Radios senden wieder auf UKW

- Die SRG muss für die UKW-Rückkehr der SRF-Sender trotz Spardruck Millionen aufwenden.
- Anfänglich kostet die Reaktivierung rund 6,6 Millionen Franken pro Jahr, ab 2027 könnten es bis zu 15 Millionen sein.
- Ab Mitte November sind die Sender nach der Abschaltung Ende 2024 wieder auf UKW zu hören.
Auf Ende 2024 war Schluss: Seit dann sendet SRF seine Radiosender nicht mehr über UKW, kurz für Ultrakurzwelle, aus. Grund war damals der Parlaments-Entscheid, die bis dahin vom Bakom vergebenen UKW-Konzessionen nicht mehr zu verlängern. Knapp ein Jahr später machte nach dem Nationalrat auch der Ständerat einen Rückzieher und beschloss, dass die Konzessionen doch über 2026 hinaus verlängert werden sollten.
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Die SRG kündigte in der Folge im Dezember 2025 an, ihre Sender wieder auf UKW auszustrahlen. Diese Reaktivierung steht nun kurz bevor: Erste UKW-Standorte werden demnach ab Mitte November ihr Radio-Programm wieder nicht nur über digitale Kanäle, sondern auch analog ausspielen.
SRF bald wieder auf UKW – doch wer hört zu?
«Mit diesem ersten Schritt können rund 80 Prozent der Bevölkerung wieder mit UKW versorgt werden», schreibt die SRG in ihrer Mitteilung – fraglich ist, wie viele dieser 80 Prozent tatsächlich zuhören: Laut Zahlen der TV- und Radiogesellschaft werden heute neun von zehn Radiominuten über den digitalen UKW-Nachfolger DAB+ oder direkt übers Internet gehört.
Wie stehst du dazu, dass SRF wieder auf UKW sendet?
Die SRG schreibt weiter, dass die Reaktivierung von UKW als «Brücke zur digitalen Zukunft» dienen solle. Damit erhalte das Publikum mehr Zeit, um auf digitale Empfangswege umzusteigen. «Unsere Hörer:innen stehen im Zentrum. Den Entscheid des Parlaments, die UKW-Verbreitung weiterhin zu ermöglichen, hat die SRG als Auftrag verstanden», schreibt SRG-Generaldirektorin Susanne Wille.
Millionen für veraltete Radio-Technologie trotz Spardruck
Die Reaktivierung dürfte die SRG einiges an Geld kosten, während sich das Unternehmen seit Jahren immer grösserem Spardruck ausgesetzt sieht: Der «Blick» berichtete im Sommer 2026 auf Basis eines internen SRF-Papiers, dass die anfängliche Reaktivierung etwa 6,6 Millionen Franken pro Jahr kosten wird. Im Jahr 2027 sollen weitere Ausbauschritte folgen, die jährlich bis zu 15 Millionen Franken kosten könnten. Erst im Oktober kündigte die SRG weitere Stellenabbauten an, bis 2029 sollen demnach total 900 Vollzeitstellen entfallen.
Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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