Mann in Rot souverän : Mas baut Vorsprung auf Königsetappe aus und steht vor Vuelta-Triumph

Mas baut Vorsprung auf Königsetappe aus und steht vor Vuelta-Triumph
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12.09.2026 | 18:21 Uhr
Primoz Roglic träumt von einem rekordträchtigen fünften Sieg bei der Vuelta. Doch auf der Königsetappe hat er gegen Enric Mas keine Chance. Der Spanier kann den Sekt kaltstellen.
Der spanische Radprofi Enric Mas hat auch die letzte wirkliche Prüfung bei der Vuelta überstanden und steht nach der äußerst schweren Bergetappe vor dem Gesamtsieg. Am vorletzten Tag der 81. Spanien-Rundfahrt baute der 31-Jährige aus dem Team Movistar beim Sieg seines Landsmanns Mikel Landa seinen Vorsprung auf Verfolger Primoz Roglic auf 2:15 Minuten aus und kann damit den Siegersekt für die lockere Abschlussetappe am Sonntag kaltstellen.
Bei der Bergankunft der 20. Etappe auf dem Collado del Alguacil über 186,6 km mit 4849 Höhenmetern setzte sich der 26 Jahre alte Landa (Soudal Quick Step) mit 47 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) durch.
Mas erreichte nach dem steilen Schlussanstieg östlich von Granada das Ziel auf 1880 m Höhe als 14. mit 6:54 Minuten Rückstand auf Landa. Der designierte Vuelta-Champion fasste sich im Ziel ungläubig an den Kopf. Mas gelingt damit nach drei zweiten Plätzen und einem dritten Rang im Gesamtklassement der Vuelta endlich der große Erfolg und der erste spanische Heimsieg seit Alberto Contadors drittem Titel 2014.
Allerdings muss Mas mit dem Makel leben, dass er das Rennen ohne das Ausscheiden des bis dahin überlegen führenden Tadej Pogacar nach seinem schweren Sturz auf der achten Etappe wohl nicht gewonnen hätte.
Im Schlagabtausch der Podestkandidaten konnte Mas am Samstag dem Österreicher Felix Gall (Decathlon-CMA CGM) nicht ganz folgen und kam 17 Sekunden hinter dem Giro-Zweiten ins Ziel. Der slowenische Vuelta-Rekordsieger Roglic aus dem deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe verlor zwar 55 Sekunden auf Gall, behielt aber seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung.
Gall, der im Gesamtklassement als Dritter 2:44 Minuten hinter Mas lag, ist damit der einzige Profi, der bei zwei der drei großen Rundfahrten des Jahres 2026 das Podest erreichte. Roglic komplettierte seine Podestsammlung: Viermal hat er die Vuelta gewonnen, einmal war Roglic Dritter.
Die letzte unschwierige Etappe der Vuelta beginnt am Sonntag in einer Supermarkt-Finale des Renn-Hauptsponsors in Granada und endet nach 112,7 km im Zentrum der alten andalusischen Stadt.
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