PunchNJC suspends three judges, disciplines six othersThe Jerusalem PostPalestinian delegation seeks resolutions critical of Israel at UN General Assembly - report한겨레삼성바이오 부분파업 돌입…법원 요건 맞춰 전면파업은 3주 뒤 예고Daily MaverickNew wave of bomb hoaxes hits dozens of flights across EuropeZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioVarietyPriyanka Chopra Jonas, Russell Crowe Sci-Fi Thriller ‘Bluefly’ Adds ‘Beast’ Star Daniel MacPherson (EXCLUSIVE)سكاي نيوز عربيةهيغسيث يدافع عن خطته لإعادة هيكلة البنتاغون ويعلق عن "عزله"Seeking AlphaGEO forecasts Q4 2026 revenue $777M-$827M with adjusted EBITDA $149M-$154M as ICE activations expandDaily MailBondi Beach massacre death toll rises to 16: Survivor dies from complications resulting from their injuries almost eleven months laterSDP EspectáculosFrida Sofía acusa a Alejandra Guzmán de proteger a Enrique Guzmán pese a su denunciaNew Straits TimesSarawak polls set for Dec 12Globo EsporteCom golaço de Kaio Jorge, Cruzeiro vira sobre o Bahia e fica perto de confirmar vaga na Libertadores
The Daily Newsstand · Free, Always
Friday, November 6, 2026

Netzsperren – Bundesgericht: Gesetzesgrundlage für Websites-Sperrung fehlt

Translate
  • Laut Bundesgericht sollen Internetprovider nicht verpflichtet werden dürfen, betrügerische Websites zu blockieren.
  • Der Entscheid betrifft eine Beschwerde der Firma Init7 gegen eine Anordnung der waadtländischen Staatsanwaltschaft.
  • Das Bundesgericht hält fest, dass Netzsperren ein wirksames Mittel gegen Internetbetrug seien. Nach geltendem Recht fehle jedoch die notwendige gesetzliche Grundlage.

Die Vorgeschichte: Die Waadtländer Staatsanwaltschaft hat gegen mutmassliche Anlagebetrüger ermittelt. Diese sollen über verschiedene Websites Anleger um insgesamt mehr als 1.7 Millionen Franken gebracht haben. Um weitere Geschädigte zu schützen, ordnete die Staatsanwaltschaft mehreren Internetanbietern an, den Zugang zu den verwendeten Webadressen zu sperren – auch DNS-Sperre genannt. Eine der Firmen, Init7, wehrte sich dagegen bis vor Bundesgericht.

Silhouette einer Person, die auf einen unscharfen Computerbildschirm zeigt.
Legende: Nur bei Kinderpornografie oder Geldspiel ist die Rechtsgrundlage klar und die Websites können gesperrt werden. Keystone / Patrick Pleul

Das Bundesgericht hat nun die Beschwerde gutgeheissen. Die gegen das Unternehmen angeordnete DNS-Sperre wird aufgehoben. Die Richter begründeten den Entscheid damit, dass das geltende Recht zwar in einzelnen Spezialgesetzen ausdrücklich Regelungen zu Internetsperren enthalte – etwa im Geldspielgesetz oder im Fernmelderecht. Gerade diese Spezialregelungen sprächen aber dagegen, dass die allgemeinen strafprozessualen Bestimmungen eine ausreichende Grundlage bieten würden, hiess es weiter.

«Eine solche Massnahme betrifft nicht nur die mutmasslichen Täter, sondern auch Internetanbieter und sämtliche Internetnutzer in der Schweiz», wie das Bundesgericht schreibt. Es hält ausdrücklich fest, dass DNS-Sperren ein wirksames Mittel gegen Internetbetrug und andere Formen der Onlinekriminalität sein können. Es sieht sogar einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf angesichts der zunehmenden Cyberkriminalität. Nach geltendem Recht fehle jedoch die notwendige gesetzliche Grundlage.

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.