The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, October 13, 2026

«Raucht der etwa!?»: SRF-Büsser nimmt Federer und Yakin aufs Korn

Translate
«Raucht der etwa!?»: Stefan Büsser kommentiert einen hypothetischen Drohnenflug um das neue Anwesen von Roger Federer in Rapperswil – Comedy durch KI generiert.SRF

Darum gehts

  • In «Late Night Switzerland» nimmt Stefan Büsser Roger Federer und Nati-Trainer Murat Yakin aufs Korn.
  • Ein KI-generierter Einspieler zeigt «Federer» rauchend auf seiner Terrasse in Rapperswil – Büsser kommentiert ungläubig.
  • Yakin spricht im Interview über seinen Führungsstil, seine Fehlerkultur und sein Image als Sexsymbol.

Roger Federer auf der Terrasse in seinem neuen Anwesen in Rapperswil – entspannt, mit einer Zigarette in der Hand? Was auf den ersten Blick wie eine dynamische Drohnenaufnahme des Tennis-Maestros wirkt, ist in Wahrheit ein satirischer KI-Einspieler. In «Late Night Switzerland» blickt Stefan Büsser kurzerhand virtuell in Federers neues Zuhause. Und traut seinen Augen kaum.

«Moment, ich schalte gerade wieder ins Haus von Federer … Aha, das ist der Maestro zu Hause. Und … raucht der etwa!? Das ist doch kein Appenzeller Kind!?», kommentiert Büsser die künstlich erzeugten Bilder. Der Moderator spielt mit der medialen Neugier rund um das Privatleben des Schweizer Tennisidols, nachdem dieser mit seiner Familie die Villa am Ufer des Zürichsees eingeweiht hat.

Büssers ungläubiger Blick gilt einem KI-generierten «Federer», der auf seiner Terrasse am Zürichsee mit einer Zigarette posiert.

Büssers ungläubiger Blick gilt einem KI-generierten «Federer», der auf seiner Terrasse am Zürichsee mit einer Zigarette posiert.SRF

Nach dem digitalen Abstecher zu Federer geht es bei Büsser mit einem prominenten Schweizer Sportler weiter – diesmal allerdings richtig live. Murat Yakin ist in der Sendung zu Gast. Der 52-jährige Basler muss sich auf einen Moderator einstellen, der nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch persönliche Geschichten und sein Image aufs Korn nimmt.

Kuriose erste Begegnung zwischen Yakin und Büsser

Büsser begrüsst Yakin mit einer Ankündigung mit einem Augenzwinkern. Der Nati-Coach habe schon als Spieler Legendenstatus erreicht, sei Teil der High Society und stehe seit August 2021 an der Seitenlinie der Schweizer Nationalmannschaft. Dann wird es persönlich: Die beiden kennen sich seit fast 20 Jahren.

Büsser erinnert sich an ihre erste Begegnung. Damals arbeitete er bei einem Lokalradio. Ein Moderator hatte sich abschätzig über Yakins Partnerin geäussert. Yakin hielt Büsser fälschlicherweise für den Urheber und konfrontierte ihn mit den Worten: «Willst jetzt hier vor allen Leuten einen Schlag kassieren oder gehen wir zuerst raus?»

Zum Glück war Roman Kilchsperger dabei und konnte die Sache aufklären. Für Büsser zeigt die Episode eine charakteristische Seite des Nationaltrainers: «Das ist sehr symbolisch dafür, wie du dich vor ein Löwenrudel stellst, um deine Leute zu beschützen.»

Yakin bestätigt die Einschätzung: «Ja, ich bin in einer Grossfamilie aufgewachsen … Beschützer ist mein Markenzeichen.»

Yakin über Fehlerkultur: «Beim dritten Mal wird es ernst»

Diese Rolle nimmt er auch gerne bei der Nati ein. Gerade bei Nebengeräuschen und Diskussionen um Covid-Zertifikate stellt er sich gerne vor das Team. Und selbst wenn wichtige Führungsspieler ausfallen, wachse eine neue Generation heran, die ihm sehr viel Freude bereite und auf die er aufbauen könne.

Seinen Führungsstil beschreibt Yakin als «autoritären Kumpeltyp». Was das bedeutet? «Zuckerbrot und Peitsche. Ab und zu muss man loben, ab und zu auch mal hart werden, aber grundsätzlich mit sehr viel Respekt.» Eine Regel hat er dabei besonders verinnerlicht: «Mein Triggerpunkt ist: Fehler nicht zweimal zu machen. Beim dritten Mal wird es dann ernst.»

Murat Yakin: «Ein Kompliment»

Im Verlauf des Gesprächs bringt Büsser auch Yakin als Sexsymbol zur Sprache. Mit einem Augenzwinkern sagt der SRF-Moderator, der Nationaltrainer werde in den Medien gerne auf sein Aussehen reduziert. Büsser zitiert dazu aber auch eine weniger wohlwollende Beschreibung aus der «New York Times». Die Zeitung schrieb im Sommer, Yakin sehe aus «wie die Zigarette, die man nach dem Sex um 6 Uhr morgens raucht».

Kompliment oder Beleidigung? Yakin nimmt es gelassen: «Ich nehme es so, wie es ist.» Nach Spielen werde er gelegentlich darauf angesprochen und sei dann sprachlos. Seine Einordnung fällt dennoch eindeutig aus: «Ein Kompliment.»

Wie er mit dem Druck umgehe, immer gut aussehen zu müssen, will Büsser wissen. Yakin vermutet ein gutes Umfeld als Erfolgsgeheimnis. Gleichzeitig wünscht er sich, dass hinter der Fassade auch der Mensch und Trainer gesehen wird – einer, der Freude am Leben hat.

Und wie steht es um seine eigene Zukunft? Das Thema «Hollywood» habe er abgeschlossen, erklärt Yakin. Er sei sehr gerne Nationaltrainer und wolle es bleiben, solange es möglich sei. «Es erfüllt mich mit Stolz.»

Was hältst du davon, wenn Prominente in einer Satire-Sendung auch mit ihrem Privatleben aufs Korn genommen werden?

Sebastian Rieder

Sebastian Rieder (sri), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten als Stv. Leiter Sport. Der Generalist hat stets die besten Schweizer Fussballer im Fokus und begleitet die Nati als Reporter und Videojournalist.

View the original on 20 Minuten →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.