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Monday, September 21, 2026

«Journalistin des Jahres»: Susanne Brunner nicht mehr SRF-Auslandschefin

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«Journalistin des Jahres»

Susanne Brunner nicht mehr SRF-Auslandschefin

Bis Ende September gibt es bei SRF zig Kündigungen. Bereits jetzt steht fest: Susanne Brunner leitet nicht mehr die SRF-Auslandsredaktion. Ihre Gaza-Berichte sollen nicht der Grund sein.

Publiziert: 20.09.2026 um 22:39 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Susanne Brunner (62) verliert Leitung der SRF-Auslandsredaktion nach internen Umstrukturierungen
  • SRF steht in der Kritik
  • SRF plant Stellenabbau: Kündigungen bis Ende September 2026 erwartet
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Raphael RauchBundeshausredaktor

Susanne Brunner (62) ist eine leidenschaftliche Journalistin, 2024 wurde sie «Journalistin des Jahres». Die ehemalige Nahost-Korrespondentin von SRF fiel mit ihrer Berichterstattung positiv wie negativ auf. Nach dem 7. Oktober 2023 sprach sie von Hamas-Kämpfern als israelischen Geiseln, was auch die Ombudsstelle als Fehler wertete. Gleichwohl betonte die Ombudsstelle, SRF berichte über den Nahost-Konflikt sachlich, ausgewogen und auf Objektivität bedacht. Später kamen weitere Beschwerden hinzu. Brunner stand immer wieder im Zentrum von Kampagnen, die ihr vorwarfen, über die Politik der israelischen Regierung und der Hamas zu kritisch oder zu wenig kritisch zu berichten.

Mittlerweile steht fest: Susanne Brunner leitet nicht mehr die SRF-Auslandsredaktion. SRF betont, es handle sich «um eine normale Fusion zweier Abteilungen mit Resultat, dass es nicht mehr zwei, sondern eine Auslandschefin braucht». 

«SRF mag keine kritischen Geister»

Brunner selbst schweigt, ein SRF-Mitarbeiter sagt, sie habe einen Maulkorb erhalten. Er vermutet nicht, dass der Abgang als Auslandschefin einen Bezug zum Nahostkonflikt hat, sondern dass Brunner dem Management zu unbequem war: «Susanne war eine super Chefin. Sie hat ihre Fürsorgepflicht ernst genommen und darauf geachtet, dass Korrespondenten sich nicht ins Burnout arbeiten.» Eine andere Quelle sagt: «SRF mag keine kritischen Geister. Starke Persönlichkeiten haben es bei SRF zunehmend schwer.»

SRF betont, Brunner habe die Auslandsberichterstattung über Jahre wesentlich geprägt und leiste mit ihrer Expertise einen wichtigen Beitrag zur publizistischen Qualität. Sie stehe weiterhin in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis mit SRF.

Die Nervosität innerhalb der SRF-Belegschaft ist gross: Bis Ende Monat werden Köpfe rollen. Nicht alle Sparmassnahmen lassen sich über natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen regeln – es wird Kündigungen geben. 

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