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Wednesday, September 30, 2026

Bundesfamilienministerin erwägt Kehrtwende bei Elterngeldreform

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Ein Mann schiebt einen Kinderwagen und trägt gleichzeitig ein Baby in einer Tragehilfe. Dabei schaut er auf sein Smartphone.

Elterngeldreform Gibt es eine Kehrtwende beim Elterngeld?

Stand: 30.09.2026 • 04:03 Uhr

Familienministerin Prien macht Eltern Hoffnungen: Möglicherweise soll das Elterngeld doch nicht auf zwölf Monate gekürzt werden. Auch die Aufteilung der Elterngeldmonate stehe auf dem Prüfstand, so Prien. Für ihre Kürzungspläne gab es viel Kritik.

Bundesfamilienministerin Karin Prien will die Reform des Elterngelds offenbar noch einmal prüfen. Sie sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, sie plädiere nach den Debatten des Sommers dafür, "dass wir uns nochmal zusammensetzen und schauen, ob die Sparmaßnahmen beim Elterngeld in diesem Umfang zielführend und gerechtfertigt sind".

Auf die Frage, ob es denkbar wäre, die Elterngeldmonate doch nicht von 14 auf zwölf Monate zu kürzen, sagte Prien: "Dafür bin ich offen." Die Koalition berate derzeit über verschiedene Optionen und berechne diese mit Blick auf die Haushaltslage durch.

Auch die Aufteilung der Elterngeldmonate zwischen den Partnern könnte sich laut Prien noch ändern. "Wir reden über alle Stellschrauben", sagte sie. Man habe sich noch auf kein Modell festgelegt.

Priens Kürzungspläne stießen auf viel Kritik

Priens Ressort muss wie alle Ministerien Einsparungen erzielen. Im Sommer hatte es unter der Maßgabe harter Sparvorgaben einen Entwurf für eine Elterngeldreform ausgearbeitet und zur Abstimmung an die anderen Ressorts gegeben.

Vorgesehen ist darin eine Kürzung der Bezugsdauer um zwei Monate - von 14 auf 12. Für jeden Elternteil sind demnach je drei Monate Elterngeld reserviert. Sechs weitere Monate können sich die Partner untereinander aufteilen. Wenn also nur einer von beiden Elternzeit macht, gäbe es maximal neun Monate Hilfe vom Staat.

Die Vorschläge stießen auf viel Kritik. Seit den jüngsten Wahlniederlagen von CDU und SPD in den Ländern diskutieren die Koalitionspartner Kurskorrekturen bei verschiedenen Reformvorhaben. Auch die umstrittenen Kürzungspläne beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende stehen in der Regierung in Frage.

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