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Sunday, October 18, 2026

Bestimmte Pornos sind ab November in Grossbritannien verboten

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  • England und Wales verbieten ab dem 6. November bestimmte Arten von Pornografie.
  • Betroffen sind unter anderem Darstellungen von Strangulation, Inzest und sexuellen Handlungen mit Minderjährigen.
  • Wer solche Inhalte besitzt oder veröffentlicht, riskiert bis zu fünf Jahre Haft.

«Das kommt keinen Moment zu früh», kommentiert die britische Politikerin Gabby Bertin den Entscheid der Regierung, künftig bestimmte Pornokategorien in England und Wales zu verbieten. Sowohl der Besitz als auch die Veröffentlichung von Clips und Filmen, «die explizit und realistisch» verschiedene Praktiken zeigen, gelten ab dem 6. November als Straftat.

Vier Kategorien werden unter Strafe gestellt

Laut dem britischen Justizministerium sind dann Produktionen verboten, die Folgendes zeigen:

  • Strangulation oder Erstickung.
  • Penetrierende sexuelle Handlungen zwischen als verwandt dargestellten Personen, sogenannte Inzestpornografie. «Dies umfasst Darstellungen enger Familienangehöriger wie Vater und Tochter oder Bruder und Schwester sowie bestimmte Stief- und Pflegeverhältnisse, bei denen eine Person unter 18 Jahre alt ist oder vorgibt, unter 18 Jahre alt zu sein.»
  • Sexuelle Handlungen zwischen mindestens zwei Personen, bei denen mindestens eine Person unter 16 Jahre alt ist oder vorgibt, unter 16 Jahre alt zu sein.

Den neuen Regeln ging eine Überprüfung der Pornoregulierung im Jahr 2025 voraus. Sie ergab, dass bestimmte Formen von Pornografie auf beliebten Pornoseiten «allgegenwärtig» seien und die Gefahr bergen, «schädliches oder illegales Verhalten im realen Leben, wie beispielsweise sexuelle Kindesmisshandlung, zu normalisieren». Laut der britischen Justizministerin Alex Davies-Jones geht es nicht darum, «harmlose sexuelle Präferenzen zu kriminalisieren».

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Bei Verstoss drohen mehrjährige Haftstrafen

Wer gegen das neue Gesetz verstösst, muss mit einer Strafe rechnen. Die Höchststrafe für Besitz beträgt:

  • Zwei Jahre Haft für Pornografie, die Strangulation oder Erstickung oder penetrative sexuelle Handlungen zwischen bestimmten Verwandten darstellt.
  • Drei Jahre Haft für Pornografie, die sexuelle Handlungen mit einer Person darstellt, die unter 16 Jahre alt ist oder vorgibt, unter 16 Jahre alt zu sein.

Die Höchststrafe für die Veröffentlichung aller Verstösse beträgt fünf Jahre Haft.

Wie findest du die neue Regelung in England und Wales?

Justizministerium hat klare Empfehlung

Das Ministerium weist darauf hin, dass Besitz eine «fortlaufende Handlung» sei. Das heisst: Wer im Besitz eines Bildes ist, das unter diese Straftatbestände fällt, muss es bis zum 6. November 2026 endgültig löschen oder auf andere Weise beseitigen, um zu vermeiden, dass er nach Inkrafttreten der Straftatbestände eine Straftat begeht.

«Wenn Sie dieses Material haben, löschen Sie es. Wenn Sie es teilen, hören Sie damit auf.»

Justizministerin Alex Davies-Jones

Ebenso könnte die Veröffentlichung eine fortdauernde Handlung sein. Für alle, die mit künftig verbotenem Material zu tun hatten oder haben, hat Justizministerin Davies-Jones einen simplen Rat, wie die BBC schreibt: «Wenn Sie dieses Material haben, löschen Sie es. Wenn Sie es teilen, hören Sie damit auf.»

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Fee Anabelle Riebeling

Fee Anabelle Riebeling (fee) arbeitet seit 2014 für 20 Minuten. Sie ist stv. Leiterin Wissen/AI, Data und Leiterin des Fachgremiums Faktencheck & Verifikation.

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