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Saturday, September 12, 2026

Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog

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Über den Iran-Krieg und den Nahost-Konflikt berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa in ZDFheute Xpress am 11.09.2026 um 13:36 Uhr.

Wichtige Meldungen

Bericht: US-Schutz für Tanker in Hormus nur noch zu bestimmten Zeiten

Die USA schränken einem Medienbericht zufolge den militärischen Schutz für Tanker in der Straße von Hormus auf bestimmte Zeitfenster ein. Die Schiffe seien aufgefordert worden, die Meerenge nur noch zu festgelegten Zeiten zu passieren, berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf E-Mails des US-Marinekoordinationszentrums. Der Schutz aus der Luft sei seit Anfang September auf zwei tägliche Zeitfenster begrenzt. Hintergrund sind verstärkte iranische Angriffe auf Schiffe in der Nacht. Die Regierung in Washington bietet die Unterstützung seit Mai für Schiffe an, die eine Route entlang der omanischen Küste nutzen.

Verhandlungsrunde zwischen Israel und dem Libanon auf Oktober verschoben

Die ursprünglich für diesen Monat in Rom geplante nächste Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon ist auf Oktober verschoben worden. Das sagt ein Vertreter des US-Außenministeriums am Freitag. Die Botschafter Israels und des Libanon in den USA werden demnach aber kommende Woche in Washington über die Entwicklungen in der Region und die Umsetzung eines im Juni geschlossenen Rahmenabkommens beraten.

Wichtige Meldung

Saudi-Arabien schaltet nach Angriffen wichtige Pipeline ab

Saudi-Arabien hat die wichtige Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich abgeschaltet. Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium mit. Bei der Attacke am Donnerstag seien mehrere Menschen verletzt worden. Es seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern, hieß es weiter.  

Angaben zu möglichen Schäden gab es zunächst ebenso wenig wie zu dem Angreifer. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf Angaben von US-Regierungsbeamtenseite, dass die mehr als 1.200 Kilometer lange Pipeline durch Drohnen angegriffen worden sei, die aus dem Irak gestartet sein sollen. Das für die Region zuständige US-Kommando Centcom lehnte auf Anfrage einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Filmpreis in Venedig: Israelische Armee weist Vorwürfe aus Doku zurück

Die israelische Armee hat die in einem Dokumentarfilm erhobenen Vorwürfe über die Massen-Tötung von mutmaßlichen Hamas-Anhängern im Gazastreifen mit Hilfe von KI "kategorisch" zurückgewiesen. Der Film "Naza" der israelischen Investigativjournalisten Yuval Abraham und Rachel Szor, der am Samstag beim Filmfestival in Venedig ausgezeichnet werden könnte, stütze sich auf Whistelblower, deren Identität "nicht verifiziert" werden könne, erklärte die Armee am Freitag.

In dem 80-minütigen Dokumentarfilm berichten den Machern zufolge 24 Männer und Frauen aus der israelischen Armee und den Geheimdiensten anonym über ihr Vorgehen mit technologischen Hilfen wie dem KI-System "Lavender". Dieses nutze Überwachungsdaten aus dem Gazastreifen, um mutmaßliche Anhänger der radikalislamischen Hamas und ihre Familien anhand ihrer Anrufe, Bewegungen und Interaktionen zu identifizieren.

Iran und Golfstaaten wollen über Straße von Hormus sprechen

Der Iran und Staaten am Persischen Golf planen für Montag ein Treffen zur Lage an der umkämpften Straße von Hormus. Dabei soll es um sichere Routen für die Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus gehen, wie ein Sprecher des iranischen Außenministeriums mitteilt.

An dem Treffen sollen die Außenminister aus dem Iran, Irak, Oman, Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien teilnehmen, wie es in einem iranischen Medienbericht hieß. Ausgerichtet werde das Treffen im Oman. Irans Außenminister Abbas Araghtschi und sein omanischer Kollege Badr al-Busaidi werden dem Bericht zufolge die Regierungsvertreter über den Stand der Verhandlungen unterrichten. Beide Länder diskutieren seit Wochen bereits über einen Mechanismus, wie der Schiffsverkehr durch die Meerenge geregelt werden soll.

Huthi erobern Insel in Meerenge Bab al-Mandab

Die Huthi-Miliz hat eine Insel in der Meerenge Bab al-Mandab erobert. Die Meerenge ist eine strategisch wichtige Position im Kampfgebiet des Iran-Kriegs. Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.

Zum Beitrag

Deutsche Reeder warnen: Wachsende Gefahr für Handelsschiffe

Der Verband deutscher Reeder VDR warnt mit Blick auf die Lage im Nahen Osten vor einer zunehmenden Gefahr für Handelsschiffe. "Für die Schifffahrt im Roten Meer verschärft sich die Sicherheitslage erneut", erklärt der in Hamburg ansässige Verband. Mit der Einnahme einer strategisch wichtigen Insel in der Meerenge Bab al-Mandab durch die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz verschärfe sich die Lage erheblich.

"Für Schiffe, die die Meerenge weiterhin passieren, steigt das Risiko", warnt der VDR. "Für Reedereien, die das Gebiet derzeit umfahren, rückt eine Rückkehr auf die direkte Route durch das Rote Meer in noch weitere Ferne."

Huthi-Miliz nimmt Insel Perim ein

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben eines Regierungsvertreters die strategisch wichtige Insel Perim im Jemen eingenommen. Sie liegt in der für den Welthandel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab.

11.09.2026 | 0:17 min

Vormarsch im Jemen: Irans Vizepräsident gratuliert Huthi-Rebellen

Irans Vizepräsident gratuliert den Huthi-Rebellen nach ihrem Vormarsch an der Küste zum Roten Meer. "Wir freuen uns über die Siege des heldenhaften Volkes des Jemen", schreibt Mohammed Resa Aref an die mit Teheran verbündete Miliz gerichtet auf der Plattform X.

Zuvor hatten die militant-islamistischen Huthi eine strategisch wichtige Insel am südlichen Ende des Roten Meeres eingenommen und sich damit in eine starke Position gebracht, die Meerenge Bab al-Mandab zu kontrollieren.

Huthi-Miliz: Insel-Einnahme kein Grund zu internationaler Besorgnis

Nach der Einnahme der strategisch wichtigen Insel Majun vor der Westküste des Jemens hat ein Mitglied des Politbüros der Huthi-Miliz Sorgen vor weltweit zu spürenden Folgen zurückgewiesen. Die Einnahme der auch als Perim bekannten Insel in der Meerenge Bab al-Mandab sei "kein Grund zu internationaler Besorgnis", sagt Hasam al-Assad der Nachrichtenagentur AP.

Seine Miliz reagiere auf eine militärische Aggression Saudi-Arabiens und verfüge über eine umfassende Liste an Zielen, falls das Königreich seine Angriffe nicht einstelle, droht er.

Insider: Emirate überdenken KI-Projekt wegen Iran-Krieg

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) überarbeiten Insidern zufolge wegen des Iran-Krieges ihre Pläne für ein großes KI-Rechenzentrumsprojekt. Das ursprünglich als 26 Quadratkilometer großer Campus geplante Vorhaben solle nun wahrscheinlich auf ein Netzwerk von Rechenzentren im ganzen Land verteilt werden, sagen sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Zudem erwägen die Behörden, die Anlagen besser vor Luftangriffen zu schützen, etwa durch Abwehrsysteme oder eine unterirdische Bauweise.

Konflikt im Roten Meer: UN-Organisation warnt vor Hungerkrise

Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) fürchtet, dass der sich verschärfende Konflikte im Roten Meer noch mehr Menschen in den Hunger treibt. "Die Welt schaut auf die Straße von Hormus", sagt der WFP-Direktor für Deutschland, Österreich und Liechtenstein, Martin Frick, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Doch die aktuelle Eskalation rund um die Meerenge von Bab al-Mandab könnte die globalen Handels- und Versorgungslinien für Lebensmittel noch mehr strangulieren", warnt er.

Auswärtiges Amt verurteilt Huthi-Attacken im Jemen

Das Auswärtige Amt äußert sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen im Jemen und der Straße von Bab al-Mandab. Der Iran und die verbündeten Huthi-Rebellen vor Ort versuchten schon seit Wochen, die internationale Schifffahrt einzuschränken, "in Geiselhaft zu nehmen", sagt ein Ministeriumssprecher in Berlin. Dazu werde Saudi-Arabien und die Regierung im Jemen ins Visier genommen. "Das verurteilen wir", so der Sprecher.

Das Ministerium warnt vor weiteren Einschränkungen von Öl- und auch LNG-Lieferungen aus der Region "mit den entsprechenden negativen Auswirkungen für die Versorgungslage auf dem Weltmarkt".

Wichtige Meldung

Eskalation im Jemen: Mehr als 46.000 Menschen vertrieben

Im Zuge der neuen Eskalation im Jemen sind UN-Daten zufolge mehr als 46.000 Menschen in die Flucht getrieben worden. "Familien werden gezwungen, in diesem Konflikt zum zweiten oder dritten Mal zu fliehen, wobei ihnen fast nichts mehr geblieben ist", sagt die Chefin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope, laut einer Mitteilung.

Die Organisation fordert die Konfliktparteien auf, humanitären Zugang zu garantieren und die Sicherheit von Helfern zu gewährleisten.

Iran und Saudi-Arabien sprechen über "Eskalation der Spannungen"

Vor dem Hintergrund neuer Kämpfe im Jemen haben sich die Außenminister Irans und Saudi-Arabiens über die "Eskalation der Spannungen" in der Region ausgetauscht. In einem Telefonat am Donnerstagabend sprachen Abbas Araghtschi und sein saudiarabischer Amtskollege Faisal bin Farhan über "wachsende Unsicherheiten", wie das Ministerium in Teheran mitteilt.

Beide Seiten betonten demnach die Notwendigkeit, ihre diplomatischen Bemühungen fortzusetzen, "um eine Ausweitung der Spannungen zu verhindern und die Stabilität wiederherzustellen".

Huthi-Sender meldet saudische Angriffe auf Flughafen in Mokka

Ein von der jemenitischen Huthi-Miliz kontrollierter Sender meldet saudische Angriffe auf den Flughafen der Stadt Mokka am Roten Meer, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Am Donnerstag hatte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz die strategisch wichtige Hafenstadt eingenommen.

Jemens Verteidigungsrat kündigt militärische Reaktion gegen Huthi-Miliz an

Der Nationale Verteidigungsrat der international anerkannten jemenitischen Regierung hat Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien verurteilt. Auf Bedrohungen werde es eine Reaktion geben, teilt der Verteidigungsrat in einer Stellungnahme mit. Eine Militäroperation der jemenitischen Streitkräfte werde sich nicht auf eine einzelne Front beschränken. Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung im Kampf gegen die Huthi unterstützt.

Israels Armee: Hamas-Kommandeur im Gazastreifen getötet

Israels Armee hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der islamistischen Hamas im Gazastreifen mit einem gezielten Angriff getötet. Nach Angaben des Militärs war der Kommandeur der Hamas-Brigade von Chan Junis, Muhammad Jasuri, für die Planung von Dutzenden Anschlägen auf israelische Soldaten verantwortlich. Außerdem soll er den Wiederaufbau der im Gaza-Krieg geschwächten Brigade vorangetrieben haben, teilen die Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Terrororganisation Hamas unterhält im Gazastreifen fünf Brigaden.

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Iran fordert Ende der saudischen Blockade im Jemen

Die iranische Regierung fordert Saudi-Arabien zur Beendigung der jahrelangen Luft- und Seeblockade der von der Huthi-Miliz kontrollierten Teile des Jemens auf. Teheran fordert das Königreich auf, die Souveränität des Jemens zu respektieren, heißt es in einer Stellungnahme des iranischen Außenministeriums, über die die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet.

Die Probleme des Landes könnten nicht durch eine Blockade oder von Militärbündnissen gelöst werden, heißt es. Das Außenministerium fordert eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Kriegsparteien in dem Konflikt. Teheran sei bereit, Verhandlungen zu unterstützen.

Iran spricht mit Pakistan über "Verschärfung der Spannungen" in Nahost

Irans Außenminister hat im Zuge der regionalen Eskalation im Jemen mit Pakistans Armeechef telefoniert. Dabei hätten sich Minister Abbas Araghtschi und Feldmarschall Asim Munir am Donnerstagabend über die "Verschärfung der Spannungen und die zunehmende Unsicherheit in der Region" ausgetauscht, teilt das iranische Außenministerium mit. 

Beide Seiten hätten auf die Notwendigkeit regionaler Koordinierung verwiesen, um einen "dauerhaften Frieden" und "nachhaltige Sicherheit" zu schaffen. Die Atommacht Pakistan vermittelt im Konflikt zwischen den USA und Iran, zuletzt jedoch ohne erkennbare Fortschritte.

Über den Iran-Krieg und den Nahost-Konflikt berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa in ZDFheute Xpress am 11.09.2026 um 13:36 Uhr.

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