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Friday, October 30, 2026

Heftige Attacken: F1-Fahrer kriegt 13’000 Morddrohungen

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  • Der französische Alpine-Fahrer Pierre Gasly hat nach dem Formel-1-Rennen in Madrid rund 13’000 Morddrohungen erhalten.
  • Fia-Präsident Mohammed Ben Sulayem macht die Zahl in einem Interview mit dem Portal «The Drive» öffentlich.
  • Er kündigt ein hartes Vorgehen an: Hetzer sollen gesperrt und mithilfe von KI entlarvt werden.

Nach dem Formel-1-Rennen von Madrid hat der französische Alpine-Fahrer Pierre Gasly rund 13.000 Morddrohungen erhalten. Diese Zahl machte der Präsident des Motorsport-Weltverbands Fia, Mohammed Ben Sulayem, in einem Interview mit dem Portal «The Drive» öffentlich.

«Wenn wir diesen Kampf alleine führen, werden wir scheitern; alleine schaffen wir das nicht», sagte Ben Sulayem und kündigte ein hartes Vorgehen gegen Internet-Hass an. «Wenn der Hass von einem Zuschauer ausgeht, sperren wir ihn. Wenn sie zur Presse gehören, sperren wir sie, weil wir die Befugnis dazu haben. Und wenn sie sich (im Internet) verstecken, wird die KI sie entlarven.» Wenn man einen entlarve, würden die anderen Angst bekommen, meinte er.

Gegen Hassreden und Cybermobbing

Gasly selbst hatte die Drohungen bei Social Media gegen seine Familie, seine Freundin und sich selbst nach dem Rennen in Madrid am 13. September publik gemacht. Vorausgegangen war beim Grand Prix in Spanien ein Zweikampf zwischen ihm und seinem argentinischen Teamkollegen Franco Colapinto. Colapinto verlor dabei zwar keine Platzierung, er beschwerte sich aber mehrmals über Funk, dass er aus seiner Sicht unnötig unter Druck geriet.

Pierre Gasly wurde heftig attackiert.

Pierre Gasly wurde heftig attackiert.Getty Images via AFP

Im Kampf gegen Hassreden und Cybermobbing im Motorsport und Sport allgemein hat die Fia schon vor Jahren die Initiative «United Against Online Abuse» ins Leben gerufen. Mithilfe künstlicher Intelligenz sollen dabei Täter im Internet aufgespürt werden.

«Wir laufen Gefahr, unseren Sport durch Online-Missbrauch zu verlieren, und genau hier brauchen wir euch», richtete sich Ben Sulayem an Fans und Medien. Für Online-Täter gebe es «keinen Platz» im Motorsport. «Denn wenn wir nichts unternehmen, wird unser Sport irgendwann nicht mehr zu retten sein.» Der Fia-Boss wolle das nötige Bewusstsein schaffen und aufklären.

Sven Forster

Sven Forster (fss) arbeitet seit 2018 für 20 Minuten. Er ist seit Anfang 2024 als Blattmacher im Einsatz. Dazu leitet er seit September 2024 das Sportressort.

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