«Das ist Mobbing»: Jeremy Clarkson verteidigt Ed Sheeran

- Ed Sheeran (35) steht nach dem Rauswurf von Rapper Macklemore (43) aus seiner US-Tour wegen fehlender politischer Positionierung in der Kritik.
- Jeremy Clarkson (66) stellt sich in einer Kolumne für die britische «Sun» hinter Sheeran und bezeichnet die Angriffe als «Mobbing».
- Sheeran meldete sich auf Instagram selbst zu Wort und betonte, er sei nicht «mitschuldig» – seine Zurückhaltung bedeute nicht, dass er keine Meinung habe.
Ed Sheeran (35) steht nach dem Rauswurf von Macklemore (43) aus seiner US-Tour massiv in der Kritik. Mehrere Support-Acts zogen sich zurück, eine irische Radiostation nahm Sheerans Musik aus dem Programm. Nun stellt sich Jeremy Clarkson (66) öffentlich hinter den Sänger und spricht von «Mobbing».
Auslöser der Kontroverse ist Macklemores Entfernung aus Sheerans «Loop»-Tour. Der US-Rapper hatte bei einem Auftritt «Free Palestine» gerufen. Laut dem Bericht soll der Milliardär und Stadionbesitzer Robert Kraft (85), der Israel unterstützt und finanziell fördert, anschliessend auf Macklemores Entfernung als Voract hingewirkt haben.
Die Entscheidung hatte Folgen: Weitere Support-Acts der Tour solidarisierten sich mit Macklemore und sagten ihre verbleibenden Auftritte ab.
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Clarkson spricht von «Mobbing»
Nun schaltet sich also Jeremy Clarkson ein. Der frühere «Top Gear»-Moderator bezeichnet die Reaktionen auf Sheeran in einer Kolumne für die britische «Sun» als «Mobbing».
Clarkson sagt, er habe Sheeran als «unglaublich höflich und sympathisch» erlebt. Besonders stört ihn, dass der Sänger dafür angegriffen werde, sich nicht öffentlich klarer zum Nahostkonflikt zu positionieren.
Sinngemäss argumentiert Clarkson: Sheeran habe zunächst praktisch nichts gesagt – und werde gerade dafür bestraft. Fans versuchten, Tickets loszuwerden, Support-Acts seien abgesprungen und laut Clarkson wolle selbst Sheerans Band nicht mehr mit ihm spielen.
Clarkson kritisiert Roger Waters
Besonders scharf geht Clarkson mit Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters (83) ins Gericht. Dieser hatte Sheeran zuvor öffentlich attackiert. Clarkson bezeichnet Waters als den «schlimmsten Mobber von allen».
Dabei betont Clarkson, dass ihn Waters' politische Haltung nicht störe. Seine Frage sei vielmehr, wie man gegen Sheerans Position protestieren könne, wenn dieser seine persönliche Haltung gar nicht öffentlich gemacht habe.
Sheeran äussert sich schliesslich
Inzwischen hat Sheeran selbst auf die Kritik reagiert. Auf Instagram erklärte der 35-Jährige, er sei nicht «mitschuldig». Er habe persönliche Ansichten zu dem Konflikt. Dass er diese nicht öffentlich äussere, bedeute weder, dass er keine Meinung habe, noch dass ihm das Leid egal sei.
Zudem bezeichnete er den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern als erschütternd. Das Leid auf beiden Seiten sei eine menschliche Tragödie.
Damit konnte Sheeran die Debatte allerdings nicht beenden. Sängerin Paloma Faith (45) kritisierte seine Haltung ebenfalls. «Unpolitisch zu sein, ist ein politischer Akt», sagte sie. Sie verwies darauf, dass Sheeran zuvor bei einem Benefizkonzert für die Ukraine aufgetreten war.
Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.
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